Ortschaftsratssitzung mit Katharina Landgraf, MdB

Tagesordnung: Gespräch mit Katharina Landgraf (MdB), keine weiteren Tagesordnungspunkte

„Warum ich gerade nach Dreiskau-Muckern komme?“ schrieb Frau Landgraf in einer Mail vorab, „Der kleine Ort hat in meinem Wahlkreis eine große Anzahl von Erststimmen der AFD gegeben und ich wollte gerne mit den Bürgern darüber reden, ob sie eine Idee haben, warum das so ist oder warum sie so unzufrieden sind.“

Noch keine vier Sätze Ihrer Einführung waren gesprochen, da fiel Jemand ihr ins Wort und kam auch gleich zur Sache – tiradierte ungezähmt über eine verfehlte Flüchtlings- und  Steuerpolitik sowie fehlende Wertschätzung des Handwerks und der Arbeiterschaft, um dann, an Antworten und Anliegen der anderen Anwesenden nicht interessiert, die Veranstaltung zu verlassen. Bam! Fantastische Impulsivität und da beschwere Jemand sich nochmal über den „aggressiven UferLeben-Ton“, grundlegende Herzensangelegenheiten können mit Nachdruck kommuniziert werden, da wären wir uns also doch einig.

Und in der Tat waren die angesprochenen Themen sicher zutreffend für das, was viele Menschen in Ostdeutschland aktuell zu bewegen scheint. Die verbliebenen 20-25 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit auch die Antworten auf ihre Fragen und Anmerkungen zu hören. Dabei waren die weiteren Themen vielfältiger Natur  – von lokalen Anliegen wie Schnittgerinne und Strassenbeleuchtung, über Pflege- und Kindengartenplatznotstand bis hin zu nationalen und globalen Themen wie Bildungsausgaben, Glyphosat und Waffenexport. Sicher richtig die Kritik, dass es erst einem bestimmten AfD-Prozentsatz bedarf, bevor die Frage nach Gründen der ‚Unzufriedenheit‘ gestellt wird. Und dabei war es offensichtlich, dass der Großteil, der sich zur Diskussion eingefunden Bewohner, eben keine AfD-Wähler waren. Sie wolle wiederkommen im Frühjahr, so verblieb Frau Landgraf in dieser Runde …. Und im Januar möchte Sie sich Zeit nehmen, die Themen und Möglichkeiten von UferLeben gesondert zu diskutieren.