Naturverlust durch Wegeausbau am Störmthaler See

UferLeben kämpft nunmehr das zweite Jahr für den Naturerhalt am Störmthaler See. Neben der touristischen Erschließung sich entwickelnder Naturareale thematisierten wir auch immer wieder kritisch einen unnötigen Verlust von Naturraum und Naturerleben zugunsten überdimensionierter oder teils sogar überflüssiger Verkehrswege. So stellten wir  auch den  asphaltierten Ausbau des Weges an der Göselcanyonbrücke kritisch in Frage. Der asphaltierte Schluss um den Störmthaler See ist über die Staatsstrasse S242 sowohl für Kfz als auch durch einen separaten Fahrrad- sowie Fußweg längst gegeben. Der jetzige Ausbau des Weges über den Göselcanyon und entlang der Grunaer Bucht bringt zwar eine kleine Abkürzung, die allerdings in unseren Augen in keinem rechtzufertigen Aufwand-Nutzen-Verhältnis steht. Im Gegenteil schadet es doch erheblich der Natur und auch dem natürlichen Wohlempfinden. Rennradfahrer, Skater und Co. wird die neue Rennpiste erfreuen, Wanderer, Spaziergänger, Familien mit Kleinkindern, Hundebesitzer und Reiter verlieren ersatzlos.

Bedauerlicherweise liegt das Genehmigungsverfahren Jahre zurück, so dass eine aktuelle Einflussnahme von Bürgerbeteiligung und Umweltverbänden aussichtslos ist. Erschreckend ist die Dimension, wir sehen eine breit geschlagene Schneise, die einer zweispurigen Strasse entspricht. Der verdichtete Unterbau für die Strasse ist mehr als 8 Meter breit, der vorhergehende Weg hatte dagegen nur eine Breite von 2,5-3 Meter. Wir können gespannt sein, was uns Gemeinde und LMBV bescheren, aktuell fühlt es sich mal wieder nicht nach einer naturnahen Lösung an, aber wer weiß …. Bei Anwohnern und Natur verbleibt wieder ein ohnmächtiges Gefühl …

Östliche Zuwegung zur Göselcanyonbrücke mit noch ursprünglicher Wegdimension bis September 2018.
Östliche Zuwegung zur Göselcanyonbrücke mit neuer Wegdimension, Oktober 2018.